Sonntag, 4. März 2018

Rezension Seelenloch


Guten Abend ihr Lieben. Ich schreibe diese Rezension mit furchtbar müden Augen, da ich den ganzen Nachmittag damit verbracht habe «Seelenloch» zu lesen, entschuldigt also eventuelle Tippfehler, aber das Buch hat mich einfach nicht losgelassen! Vielen Dank an die Autorin Eva Lirot für das Rezensionsexemplar.

Eckdaten

Titel: Seelenloch
Autorin: Eva Lirot
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 225
Verlag: SP
Preis: 8,95 Euro


Die Autorin

Seit ihrer Kindheit liest Eva Lirot am liebsten Kriminal- oder Geistergeschichten. Heute schreibt sie die Thriller-Serie mit Kultkommissar Jim Devcon und seinen speziellen Fällen und lässt Sadie Thompson, den Engel der Toten, zu Wort kommen.
Für die dunkle Seite der Psyche interessierte sich Eva Lirot schon während des Studiums. Woher kommt die gnadenlose Lust, andere leiden zu sehen? Wie macht die Gier Mörder aus Menschen? Was lässt »das Tier in uns« von der Leine?
In Eva Lirots Romanen erleben die Leser mit, wie sich die Spirale der Gewalt und der Grausamkeit in Gang setzt - und wie schnell ein einst guter Mensch sehr gefährlich werden kann.
Eva Lirot publizierte bereits in verschiedenen Verlagen bis sie sich Mitte 2015 entschloss, den Schritt zu wagen und ihre Romane selbst herauszugeben. Schon mehrfach erhielt sie den Kindle Unlimited Allstar, eine Auszeichnung für besonders beliebte und viel gelesene Autoren, und freut sich über eine stetig wachsende Leserschaft.
Ihr Motto beim Schreiben: Die Phantasie ist die schönste Tochter der Wahrheit, nur etwas lebhafter als die Mama. (Carl Spitteler)


Inhalt

Es ist Samstagnachmittag und die Stadt ist voll, als der "Feuerteufel" über die Menschen hereinbricht. Jim Devcon und sein Team sind schockiert über die grausame Tat. Gaffer stellen Bilder der entstellten Opfer ins Netz. Die Boulevardpresse zieht alle Register. In Frankfurt regiert die Angst. Jim Devcon versucht alles, damit die Lage nicht eskaliert. Doch in seinem Team brodelt es. Eines der Opfer war die Nichte eines Ermittlers. Dann schlägt der Feuerteufel erneut zu - ein Gegner aus einer Aristokratenwelt, in der es keine Liebe und keine Zuneigung gibt. Es zählen Prestige und Macht ...
"Seelenloch" ist ein Psychothriller über einen superreichen und sehr gefährlichen Mann!


Meine Meinung

Cover und Titel: Allein das Cover jagt mir schon grosse Angst ein, die dunkeln und intensiven Farben und dann diese starrenden Augen, als ich das Buch neben auf meinem Nachtisch gelagert hatte, kam es mir immer so vor, als würde mich jemand beobachten.

Der Titel fügt sich gut in die Reihe ein und klingt gruselig, eine gute Wahl würde ich meinen.

Schreibstil: Den Schreibstil habe ich als ziemlich besonders empfunden. Die Autorin schreibt sehr packend und aus meiner Sicht auch bildlich. Ich finde man merkt, dass Eva schon eine ganze Menge Bücher veröffentlicht hat, denn das Buch ist extrem strukturiert aufgebaut, man weiss genau, wo die Autorin hin will. Manche würden ihren Schreibstil vielleicht als ein bisschen abgehackt empfinden, mir aber gefallen die kurzen, klaren Sätze, da sie sehr gut zu einem Thriller passen.

Inhalt: Mir gefällt es sehr, dass Eva nicht einfach kopflos drauflos schreibt. Sie ist wie eine grossartige Puppenspielerin die alle Fäden fest in der Hand hält und ganz genau weiss, was sie tut. 

Alle Handlungen ihrer Charaktere wirken perfekt durchdacht. Ich glaube ihre Geschichten sind deshalb so fesselnd und interessant, weil sie hinterfragt. In ihren Büchern hinterfragt sie, warum jemand böse ist und was es überhaupt heisst böse zu sein. Bei ihr gibt es nicht einfach nur schwarz und weiss und jeder ist entweder ein Engel oder der Teufel, es gibt tausende von Schattierungen. Eine Psychopath ist nicht einfach böse und Schluss, auch er hat seine Geschichte. Ebenso wie es die Guten nicht immer nur einfach haben, auch sie müssen kämpfen und sich immer wieder neu entscheiden.
«Seelenloch» ist für mich ein sehr realistischer Thriller voller Gesellschaftskritik, der gerade dadurch interessant ist.

Charaktere: Die Geschichte ist teils aus der Sicht unseres Lieblingskommissars Jim Devcon, teils aus der Sicht des Feuerteufels geschrieben, was der Geschichte sehr viel Tiefe und Authentizität verleiht.

Devcon konnte mich mit seinem unermüdlichen Einsatz vollkommen überzeugen, wobei es mir aber auch gefallen hat, dass er nicht einfach mit Fingern schnippen kann und alles fällt ihm vor die Füsse. Er muss kämpfen und stösst dabei fast an seine Grenzen.
Eine interessante, wie schockierende Persönlichkeit stellt der Feuerteufel dar. Ein fesselnder Bösewicht!


Fazit

Ein Thriller voller Spannung und Gänsehautmomenten, der allerdings nicht nur unterhält, sondern auch einen Einblick in die Psyche eines Feuerteufels bietet.


Bewertung

4,5⭐/5

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