Montag, 7. Mai 2018

Interview mit Stefanie Foitzik


Du magst Irland? Du bist ein Fan von Wesen der Anderswelt? Dann sind die Bücher von Stefanie Foitzik auf jeden Fall das Richtige für dich. Die Autorin hat mit mir ein Interview gemacht und ich durfte sie ausfragen über Schreibprozesse, Lieblingscharaktere, Inspiration und vieles mehr.


Warum schreibst du?
Begonnen habe ich mit dem Schreiben, weil ich damals einfach kein Buch finden konnte, das in Irland angesiedelt ist und erzählt, wie die Welt aussehen würde, wenn all die Wesen der Anderswelt bei und mit den Menschen leben würden. Also habe ich beschlossen, so ein Buch selbst schreiben zu müssen. Dass dann aber das Schreiben für mich einen so hohen Stellenwert bekommen hat und ich noch viel tiefer in meine Welt abtauchen kann, wie das beim Lesen der Fall ist, hätte ich damals niemals erwartet.


Woher kommen die Ideen für deine Geschichten?
Lach … die Frage müsste eher lauten: Wie bekommst du all deine Ideen unter?
Denn die sprudeln wirklich nur so aus mir heraus, und das viel zu viele und eine Idee führt direkt wieder zu zwei weiteren und die auch wieder zu weiteren usw. , sodass ich wirklich fürchte, gar nicht alle geschrieben zu bekommen.


Hast du, was das Schreiben angeht, ein Vorbild?
Vorbild definitiv nein, weil ich auch finde, jeder sollte seinen eigenen Stil finden, aber natürlich habe ich Lieblingsautoren. Zu denen gehört auf jeden Fall Oscar Wilde. Seine blumige Ausdrucksweise ist grandios. Aber auch Ken Bruen - ebenfalls ein irischer Schriftsteller - mag ich sehr gerne. Aber meine absolute Lieblingsschriftstellerin hat bisher ihre beiden großartige Werke noch nicht veröffentlicht und ich fiebere nicht nur dem Tag entgegen, an dem dies der Fall ist, sondern bin auch dankbar und glücklich, bei beiden Werken die bisherigen Kapitel nicht nur lesen, sondern Betalesen zu dürfen.  Ihr Name ist Linda Arndt.


Was machst du, wenn du beim Schreiben überhaupt nicht mehr weiterkommst?
Das kommt auf den Grund des nicht mehr Weiterkommens an und dementsprechend ganz unterschiedlich. Ein Beispiel: Als ich damals Kapitel 27 von "Galway Hunters: Feuertaufe" geschrieben habe, hat mich das selbst ganz schön runtergezogen, ich konnte einfach nicht mehr weiterschreiben. Zu sehr haben mich die Ereignisse in dem Kapitel gefangen genommen. Das war genau der Moment, wo ich mit "Riot Pack: Fairiestaub und andere Scherereien" begonnen habe, weil ich von den Ereignissen bei den Hunters Abstand brauchte.
Im Moment hänge ich bei der Fortsetzung der Galway Hunters auch an einer Szene, weil ich zwar genau weiß, was passieren soll, die Szene aber noch nicht wirklich vor Augen habe und was viel wichtiger ist, ich die Szene noch nicht fühlen kann. Also versuche ich mich durch entsprechende Musik und lesen entsprechender Legenden in die Szene hineinzufinden.


Was gefällt dir am Autorendasein und was ist weniger schön?
Gefallen auf jeden Fall, dass ich voll und ganz in meiner erschaffenen Welt aufgehen kann. Wie heißt es in Pippi Langstrumpfs Lied so schön: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.
Weniger schön? Puh … da fällt mir ehrlich gesagt nicht viel ein. Doch halt ja, all die Geschichten nicht so schnell aufs Papier zu bekommen wie sie in meinem Kopf entstehen, DAS nervt mich wirklich.


Was möchtest du als Autorin noch erreichen?
Wenn möglich bei der Galway Hunter Reihe bis Band 100 und bei Riot Pack bis Band 50 geschrieben zu bekommen. Ideen für so viele Bände habe ich jedenfalls.


Wie lange dauerte es von der Idee bis zur Veröffentlichung deines Werkes «Galway Hunters»?
Ziemlich genau 5 Jahre. Und es gibt wirklich nur eine Person, die meine Hunters ab der ersten Stunde kennt. Und in diesen 5 Jahren hat sich meine Geschichte doch extrem gewandelt, es war zu Beginn nicht nur ein völlig anderes (Irland)Setting, sondern zum Teil auch ganz andere Charaktere. Ich staune heute immer noch, welche Wandlung meine Hunters von damals bis heute vollzogen haben.


Hast du unter all den Charakteren, die du erschaffen hast, einen Liebling?
Ich habe ja wirklich viele Charaktere bei den Galway Hunters und nicht einen einzigen wollte ich missen, aber ja, ich habe tatsächlich zwei! Lieblingscharaktere, die es mir noch ein bisschen mehr wie alle anderen angetan haben und das sind … Brendon und Connor.  Brendon vielleicht sogar noch eine winzige Spur mehr als Connor, einfach, weil ich ihn in meinem Kopf förmlich reden höre.


Kannst du das Gefühl beschreiben, als du die erste gedruckte Ausgabe von deinem Buch in Händen gehalten hast?
Nein, das war so überragend, so unbeschreiblich, so einzigartig, dass ich dafür keine Bezeichnung finde. Ich habe es auch wirklich erst Tage später realisiert, dass es tatsächlich so ist.


Planst du schon dein nächstes Projekt?
Tatsächlich stehen sogar zwei Projekte an. Mit Band 2 der Galway Hunters habe ich bereits begonnen und bin aktuell bei Kapitel 3. Bei Band 2 von Riot Pack weiß ich zwar noch nicht den Titel und habe auch noch nicht mit dem Schreiben begonnen, aber die Geschichte selbst, der Plot, steht schon felsenfest.



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