Mittwoch, 30. Mai 2018

Interview mit Tristan Mahlow

Guten Tag, ihr lieben Bücherwürmer! Vor einer Weile habe ich eine Rezension zu dem Buch "Land der tausend Flüsse" hochgeladen. Heute habe ich für euch ein Interview mit dem Autor dieses Werkes und Gründer des Juna Verlages, Tristan Mahlow.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich hatte das Glück in einem Haushalt mit ganz vielen Büchern aufzuwachsen. Irgendwann so mit elf, zwölf Jahren kam dann der Gedanke: „Das will ich auch.“ Die ersten Schreib-Versuche waren natürlich furchtbar, aber das Schreiben hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.

Hast du, was das Schreiben angeht, ein Vorbild?
Es gibt viele Autoren im Fantasy und Science Fiction Bereich, deren Werke ich bewundere, unter anderem N.K. Jemisin, K.J. Parker, Guy Kavriel Kay und Max Gladstone.

Wie lange hat es von der Idee zu «Land der tausend Flüsse» bis zur Veröffentlichung gedauert?
Geschrieben habe ich „Land der Tausend Flüsse“ im Winter 2016/17, das ging recht schnell. Danach habe ich fast ein Jahr für die Überarbeitung gebraucht. Insgesamt also gut anderthalb Jahre. Da ich viel gelernt habe, soll der Prozess bei der nächsten Novelle schneller gehen.

Hast du momentan weitere Buchprojekte in Planung?
Immer! Ich arbeite meist parallel an mehreren Projekten. Ich entwickle die Figuren und den Plot organisch. Irgendwann merke ich, dass ein Projekt „fertig“ geplant ist und geschrieben werden will.

So wie ich das verstanden habe, bist du aber nicht bloss Autor, sondern auch Verleger. Wie fühlt sich das an? Und was bist du lieber?
2015 habe ich zusammen mit ein paar anderen Autoren den Autorentreff Paderborn gegründet. Bei unseren monatlichen Treffen habe ich gemerkt, dass die Auseinandersetzung mit den Texten anderer Autoren mindestens genau so viel Spass macht wie das Verfassen eigener Texte. Ich finde es grossartig zusammen mit einem Autoren seine Idee zu verfeinern, den Text gemeinsam zu überarbeiten bis er richtig glänzt. Als Folge daraus gründete ich 2018 den Juna Verlag, der sich auf Novellen im Bereich Fantasy und Science Fiction spezialisiert. Beides , Schreiben und Verlegen, sind völlig unterschiedliche Prozesse mit ihren eigenen Herausforderungen, da kann ich keine Entscheidung treffen, welches ich lieber mag.

Worauf muss man beim Schreiben einer Novelle achten?
Die Herausforderung ist es, auf wenigen Seiten eine komplette Geschichte zu erzählen und den Leser in diese Welt einzuführen. Gerade bei Fantasy und Science Fiction, die ja von ihrer erfundenen Welt leben, deren Regeln und Geschichten dem Leser schnell, aber nicht überfordernd beizubringen, ist eine riesige Hürde.

Inwiefern unterscheiden sich Roman und Novelle (abgesehen von der Länge)?
Novellen erzählen meist nur von einer Geschichte aus einer Perspektive. Auch werden weniger Figuren und weniger Schauplätze eingeführt, was aber nicht heisst, dass eine Novelle weniger episch sein muss als ein Roman.

Was ist für dich das reizvolle an einer Novelle?
Novellen sind wie Romane – nur ohne die langweiligen Teile. Oft habe ich beim Lesen eines Romans, dass der Autor einige Szenen reingeschrieben hat, um irgendeine Seitenzahl für den Verlag zu erfüllen. Darum brauche ich mich nicht kümmern.

Welche Ziele hast du als Autor und Verleger für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass die Autoren des Juna Verlages und ich der Novelle ein bisschen neues Leben einhauchen können. Die Leser sollen durch Novellen den Spielplatz der vielen, besonderen Möglichkeiten der Genre Fantasy und Science Fiction kennen lernen.



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