Dienstag, 31. Juli 2018

Rezension Verrat

*Werbung, unbezahlt
Guten Tag Bücherwürmer! Heute habe ich wieder eine Rezension für euch. Es geht um ein Sachbuch über den Präsidenten der USA.

 Eckdaten

Titel: Verrat – Geheime Treffen, schmutziges Geld und wie Russland Trump ins Weisse Haus brachte
Autor: Luke Harding
Übersetzer: Stephan Gebauer und Thorsten Schmidt
Format: Gebunden
Seitenzahl: 359
Verlag: Siedler
Preis: 22.00 Euro


Der Autor

Luke Harding ist britischer Journalist und Buchautor. Für seine Berichterstattung als Russland-Korrespondent der Zeitung The Guardian in den Jahren 2007 bis 2011 wurde er 2014 mit dem angesehenen James Cameron Memorial Trust Award ausgezeichnet. Die russische Regierung verwies ihn im Jahr 2011 des Landes; dies war der erste derartige Fall seit dem Ende des Kalten Kriegs.

Luke Harding hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, so über den Fall Litwinenko, den russischen Mafiastaat, über WikiLeaks und über Edward Snowden. Seine Bücher wurden in dreißig Sprachen übersetzt, die Bücher über WikiLeaks und Snowden verfilmt.


Inhalt

Der größte Politskandal unserer Zeit – die Trump-Russland-Connection
Dezember 2016. Der Guardian-Journalist Luke Harding trifft unauffällig den ehemaligen MI6-Agenten Christopher Steele in London, um mit ihm über die Russlandverbindungen des neu gewählten Präsidenten Donald Trump zu sprechen. Der Russlandexperte empfiehlt ihm, der Spur von Geld und Sex zu folgen. Kurz darauf tritt ein von Steele verfasstes Dossier zur Trump-Russland-Connection den wohl größten Politskandal in der jüngeren Geschichte los. Harding geht – wie auch das FBI und der US-Sonderermittler Robert Mueller – den Vorwürfen weiter nach und enthüllt im Laufe seiner Recherchen verdächtige Interessenverbindungen und illegale Aktivitäten, deren Ausmaß selbst die Watergate-Affäre weit in den Schatten stellen. Luke Harding schildert, wie weit die Beziehungen zwischen Trump, seiner Familie, seinen Firmen, seinen engsten Beratern und Putins Russland reichen – und dass Trump nach Lage der Dinge nie hätte Präsident werden dürfen.


Meine Meinung

Während des Lesen dachte ich zwischendurch tatsächlich, dass ich eine hanebüchene Verschwörungstheorie vor mir haben müsste, ich wünschte es mir zumindest. Luke Hardings Buch ist mehr als nur erschreckend, es ist haarsträubend.  

«Verrat» ist aufgeteilt in elf Kapitel plus Prolog und Epilog. Die Aufteilung ist rein von den Inhalten her gut gemacht. Allerdings nicht sehr chronologisch.  Die Zeitsprünge sind ab und zu etwas verwirrend und man muss bei der Sache sein, um den Faden nicht zu verlieren.

Ich war sehr überrascht davon, wie dick das Buch ist. Für mich lag die Vermutung nahe, dass es sich nur um ein hundertseitiges Büchlein handeln würde. Allerdings zeigen ja gerade die knapp 360 Seiten, wie verstrickt die Lage ist. Die Ereignisse im Buch gehen bis dreissig Jahre zurück.

Luke Hardings Werk ist sehr hilfreich dabei, zu verstehen, was während des Wahlkampfs hinter den Kulissen abgelaufen und ich bin von seinen ausführlichen Recherchen beeindruckt. Ich glaube jetzt so eine ungefähre Ahnung zu haben und ein kleines bisschen besser durchzublicken.

Vor einer kleinen Weile habe ich das Buch «Red Sparrow» von Jason Matthews gelesen. Dort geht es um eine junge Frau, die für den russischen Geheimdienst arbeitet. Sie ist ein «Sparrow», dazu trainiert Feinde des Staates zu verführen, ihnen ihre Geheimnisse zu entlocken und um belastendes Material zu sammeln. In dem Thriller ist das nur Fiktion, erst durch «Verrat» ist mir klargeworden, dass solche Praktiken, wie beschrieben in «Red Sparrow», tatsächlich angewendet werden.

Eigentlich sollte man dieses Buch jedem einmal vorlegen. Wie soll man schliesslich so wichtige Entscheidungen treffen, wie eben die Wahl des Präsidenten, wenn man von dem, was fernab der Augen der Öffentlichkeit abläuft gar keine Ahnung hat?


Fazit

Bei Luke Hardings Buch «Verrat» handelt es sich keineswegs um eine lächerliche Verschwörungstheorie, sondern ein sorgfältig recherchiertes Werk, das einem hilft Donald Trumps Wahlkampf und dessen Ausgang besser zu verstehen. Das Buch hat mich höchst beunruhigt und nicht minder schockiert zurückgelassen.


Bewertung

⭐⭐⭐⭐⭐ /5


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Durch das Kommentieren eines Beitrags auf dieser Seite werden automatisch über Blogger (Google) personenbezogene Daten erhoben. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung. Mit dem Abschicken eines Kommentars wird die Datenschutzerklärung akzeptiert.

Ein Besuch im Bücherzoo

Hello meine Lieben! Schön, dass ihr mich heute auf meinen Besuch in den Bücherzoo begleitet. Wir dürfen darauf hoffen, ein paar seltene Büch...